Shikoku

Shikoku

FCI Gruppe 5

Spitze, Nordische Rassen, Urtypen

FCI-Nr. 319

Ursprungsland: Japan

 

ÜBERSETZUNG : Dr.J.-M.Paschoud und Frau R.Binder-Gresly.

 

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS :

Diese Rasse stammt von mittelgrossen Hunden ab, welche in alten Zeiten in Japan lebten. Der Shikoku wurde als Jagdhund gezüchtet und in den bergigen Gegenden der Provinz Kochi hauptsächlich zur Jagd auf Wildschwein verwendet. Man nennt ihn deshalb manchmal «Kochi-Ken» (Kochi-Hund). Es gab drei Varietäten dieser Rasse-Awa, Hongawa und Hata-, die alle den Namen der Gegend trugen, in welcher sie gezüchtet wurden. Unter ihnen behielt die Varietät Hongawa den höchsten Reinheitsgrad, da der Zuchtbereich von nirgends her leicht zugänglich war. Diese Hunde sind zäh und genügend behend, um in einer bergigen Gegend zu jagen. Ihr sesamfarbenes Haarkleid ist charakteristisch. Die Rasse erhielt den Namen der Gegend, aus der sie stammt. Im Jahre 1937 wurde sie zu einem «Denkmal der Natur» ernannt.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD :

Mittelgrosser, ebenmässig proportionierter Hund mit gut entwickelter, sauber gezeichneter Muskulatur; er hat aufrecht getragene Ohren und eine aufgerollte oder sichelförmige Rute. Körperbau : kräftig, kompakt, mit stabilem Knochenbau.

 

WICHTIGE PROPORTION : Die Widerristhöhe verhält sich zur Länge des Körpers wie 10 : 11.

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Bemerkenswert ausdauernd, aufgeweckt, von natürlicher Wesensart, energisch und sehr wachsam; ein leidenschaftlicher Jäger; seinem Herrn gegenüber sehr gehorsam.

 

KOPF

 

OBERKOPF :

Schädel : Stirne breit.

Stop : Wenig ausgeprägt, aber erkennbar.

 

GESICHTSSCHÄDEL :

Nase : Nasenschwamm schwarz.

Fang : Eher, lang, keilförmig. Nasenrücken gerade.

Lefzen : Eng anliegend.

Kiefer / Zähne : Zähne kräftig, Scherengebiss.

Backen : Gut entwickelt.

Augen : Verhältnismässig klein, dreieckig, weit auseinanderliegend, von dunkelbrauner Farbe.

Ohren : Klein, dreieckig, leicht nach vorne geneigt und straff aufrecht getragen.

 

HALS : Dick und kräftig

 

KÖRPER :

Widerrist : Hoch, gut entwickelt.

Rücken : Gerade und kräftig.

Lenden : Breit und muskulös.

Brust : Tief, Rippen gut gewölbt.

Bauch : Gut aufgezogen.

 

 

RUTE : Hoch angesetzt, dick, auf dem Rücken kräftig aufgerollt oder sichelförmig getragen. Bei hängender Rute reicht die Spitze beinahe bis zum Sprunggelenk.

 

GLIEDMASSEN

 

VORDERHAND :

Schultern : Mässig schräg, mit gut entwickelter Muskulatur.

Ellenbogen : Dicht am Körper anliegend.

Unterarm : Gerade, trocken.

Vordermittelfub : Leicht schräg.

 

HINTERHAND : Kraftvoll, mit gut entwickelten Muskeln.

Sprunggelenk : Mässig gewinkelt, sehr kräftig.

 

PFOTEN : Zehen gut gewölbt und eng aneinanderliegend; Ballen hart und elastisch; Krallen hart, schwarz oder von dunkler Farbe.

 

GANGWERK : Elastisch, nicht sehr raumgreifend, leichtfüssig. Die Bewegung ist lebhaft und erlaubt rasche Kehrtwendungen.

 

HAARKLEID

 

HAAR : Das Deckhaar ist eher hart und gerade, die Unterwolle weich und dicht; an der Rute ist das Haar relativ lang.

 

FARBE : Sesam, schwarz-sesam und rot-sesam.

Definition der Farbe « Sesam » :

· Sesam: Gleichmässige Mischung von weissen und schwarze Haaren.

· Schwarz-sesam : Mehr schwarze als weisse Haare.

· Rot-sesam : Grundfarbe rot, Mischung mit schwarzen Haaren.

 

GRÖSSE :

Widerristhöhe : Rüden 52 cm,

Hündinnen 46 cm.

Eine Abweichung von +/- 3cm wird toleriert.

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

· Mangelndes Geschlechtsgepräge.

· Leichter Vor- oder Rückbiss.

· Langes Haar.

· Scheuheit.

 

AUSSCHLIESSENDE FEHLER :

· Extrem ausgesprägter Vor- oder Rückbiss.

· Nicht aufrecht getragene Ohren.

· Hängend getragene Rute, kurze Rute.

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

Shikoku